Die 4 größten Schritte zur Kosten-reduzierung

Die 4 größten Schritte für eine nachhaltige Kostenreduzierung!

Die Corona-Krise hat die Wirtschaft 2020 fest in den Klammergriff genommen. Zur Folge hat dies, dass in vielen Unternehmen die Agenda für die nächsten Monate angepasst wurden und das Thema Sparen ganz oben steht. Dies führt dazu, dass viele Unternehmen fokussiert auf ihre Kostenstrukturen achten. Gelingt es Kosten zu senken, so kann das Blatt sich schnell ins Positive wenden. Dies gelingt jedoch nur, wenn das gesamte Unternehmen an einem Strang zieht. Deshalb lohnt es sich jetzt umso mehr, die Mitarbeiter zum Nach- und Umdenken über mögliche Einsparungen zu motivieren wie auch zu begeistern.

Es gilt nun an den Themen,

     1) Verschwendung zu erkennen und zu eliminieren,

     2) Arbeitsabläufe und -prozesse effizient und performanter zu gestalten wie auch

     3) die eigenen Leistungen und Performances aktiv zu hinterfragen zu arbeiten.

Sie wissen nicht, wie Sie dies angehen sollen und wo Sie starten sollen?

Die drei größten Stellhebel für eine nachhaltige Kostenreduzierung liegen bei genauer Betrachtung meist direkt vor einem.

Schritt 1 - Verschwendungen eliminieren.

Jeder kennt es und in jedem Unternehmen ist es das ähnliche Bild, es wird Geld, Ressourcen und Material verschwendet. Die Verschwendung äußert sich meist in produziertem Ausschuss, hohen Umlaufbeständen oder unkalkulierbaren Stillstandzeiten (siehe hierzu die 7 Verschwendungsarten im obenstehenden Bild). Leider wird in schwierigen Zeiten, wie wir sie gerade erleben, diesem Thema nur geringe oder überhaupt keine Beachtung gegeben. Denn in vielen Unternehmen wird dies als „Kleinvieh“ oder „Kleinmist“ bezeichnet und man sucht jetzt nach den großen Kostenblöcken. Wenn ein Unternehmen sich jedoch auf die Vermeidung von Verschwendungen fokussiert, wird schnell klar, dass aus den vielen kleinen Einsparungen schnell große Summen generiert werden können. Dies zeigt sich auch, in den vielen Erfolgsbeispielen die sich nach einer Einführung von 5S-Initiativen ergeben haben.
Der erfolgsbildende Faktor ist hierbei – wie bei 5S-Aktivitäten -, die Mitarbeiter, die mit den Prozessen und Aufgaben vertraut sind, aktiv an der Suche nach Einsparpotentiale zu beteiligen. Die Suche aus der Vogel- oder Helikopterpersektive wird nicht die wirklich wertschöpfende Ebene erreichen können und das Ziel verfehlen.

Schritt 2 - "Prozessverlangsamer" eliminieren.

In den guten Jahren setzen Unternehmen Speck an, in dem Projekte ohne klaren Unternehmensbeitrag gestartet werden, Qualitätsvorgaben in unerträgliche Maße bewegt werden und Prozesse auf ein Maximum verlangsamt werden. Hinzu kommt eine Kultur der Entscheidungen, bei denen jeder das Gefühl hat, man kann mitreden, aber am Ende trifft keiner eine Entscheidung und es wird verzögert und verzögert. Das frisst Ressourcen und bindet die Mitarbeiter des Unternehmens in Nicht-Performance.
Blickt man auf die größten Kostentreiber in unseren Unternehmen, so stehen die Mitarbeiterlöhne und -gehälter meist ganz weit vorne. Gelingt es nun die „Prozessverlangsamer“ zu eliminieren, werden meist große Einsparungspotentiale freigesetzt. Zur Freisetzung dieser Potentiale ist es von Nöten, dass die Mitarbeiter einen aktiven Beitrag zu effizienteren und effektiveren Lösungen leisten müssen. Des Weiteren muss es gelingen, dass die Mitarbeiter gleichzeitig Umdenken und das Zusammenarbeiten nachhaltig auf andere Beine stellen wollen. In diesem Kontext ist umgangssprachlich oft die Reden von „alte Zöpfe“ abschneiden.

Schritt 3 - Prozesse und Abläufe vereinfachen und zu digitalisieren.

Prozesse und Abläufe zu vereinfachen fällt den meisten Mitarbeitern schwer, da sie eine gewonnene Komfortzone verlassen und sich auf neue Dinge einlassen müssen. Wenn es jedoch gelingt, die oben angesprochenen „alte Zöpfe“ abzuschneiden, ist der wichtigste Schritt zur Vereinfachung schon getan. Mit der digitalen Transformation liegt ein weiterer Aspekt zur Kostenreduzierung auf der Hand. Die Digitalisierung ist jedoch für einige Unternehmen und ihre Mitarbeiter noch ein Buch mit sieben Siegeln. Meistens ist hierfür die nicht Greifbarkeit und die unklaren Ziele sowie für viele nicht auf den ersten Blick erkennbaren Nutzen der Grund. Werden jedoch messbare Ergebnisse erzielt, wie beispielsweise eine Reduzierung von Durchlaufzeiten oder geringere Stillstandzeiten, steigt die Akzeptanz sprunghaft. Die vorhandenen digitalen Möglichkeiten helfen den Unternehmen ihre zeit- und kostenintensiven Prozesse zu automatisieren und zu digitalisieren.

Schritt 4 - Kontinuierliche Arbeit.

Sind die ersten Kostenreduzierungen erreicht , so muss die Arbeit an den Themen Verschwendung eliminieren, „Prozessverlangsamer“ eliminieren und Prozessentwicklung kontinuierliche vorangetrieben werden. Der Weg zum Erfolg führt hierbei über eine einfache und strukturierte Vorgehensweise, die von allen Mitarbeitern verstanden und akzeptiert wird.

Der klassischste Weg ist einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) ins Leben zu rufen. In vielen Unternehmen ist das Wort KVP jedoch bereits „verbrannt“ oder „beschädigt“. Es bietet sich daher an einen neuartigen Weg zu gehen und über aktive Verantwortungsübergabe die Mitarbeiter zu ermutigen selbst aktiv zu werden.

Entscheidender Erfolgsfaktor = Mitarbeiter und deren Beteiligung

Den Erfolgsfaktor machen jedoch die Mitarbeiter und deren Beteiligung aus.

Die Suche nach Einsparpotenzialen in den operativen Ebene funktioniert nur, wenn die Führungskräfte den Input und die Ideen ihrer Mitarbeiter bekommen. Denn nur die Mitarbeiter, die tagtäglich in den operativen Ebenen arbeiten, kennen die Prozesse im Detail. Dies ist für Identifikation von Verschwendung und „Prozessverlangsamer“ unumgänglich. Ergänzend hierzu ist bei der Steigerung der Prozessperformance eine bereichsübergreifende Denkweise notwendig, da sich das Know-How in verschiedensten Mitarbeiter und Gruppen befindet. Erst wenn diese zusammengeführt werden, können die bestmöglichsten Einsparungen erzielt werden. Ein weltbekanntes Erfolgsbeispiel für diese Vorgehensweise ist das Produktionssystem von Toyota.

Wichtig ist es auch, das Einsparpotenzial in den Budgetplänen einzuarbeiten, um im weiteren Verlauf auch die Nachhaltigkeit messen zu können.

Fazit

Damit eine nachhaltige Kostenreduzierung gelingt ist es von großer Bedeutung systematisch und fokussiert an die Sache zu gehen. Dabei ist es auch entscheidend, wie die Beteiligung der Mitarbeiter gelingt, um übergreifend an den Themen zu arbeiten.
Der richtige Einsatz von Methoden und Tools bei gleichzeitiger aktiver Mitarbeiterbeteiligung führt zwangsläufig zu einem positiven Ergebnis.